Pilze wachsen auf Kaffeesatz: Set von Chido's Mushrooms
Flickr / Heinrich-Böll-Stiftung - Chido's mushrooms
Flickr: Heinrich-Böll-Stiftung

Upcycling nach dem Kaffeekränzchen:
Biodiesel, Heizpellets & Pilze aus Kaffeesatz

02.06.2014
Quellen:
Bio Bean
Chido’s Mushroom
Bio Bean aus London gewinnt 200 Liter (L) Biodiesel und 850 kg Heizpellets aus 1 Tonne (t) Kaffeesatz. Dies ist nur eine mögliche Weiterverwertung: In Deutschland wachsen darauf Speisepilze.

Weltweit wurden 2013 ca. 7,3 Millionen t KaffeeMenge der Bohnen, nicht des Getränks. Kaffeereport 2013.  verbraucht.Studie zur Kaffeeölextraktion von der University of Nevada (englisch) Bisher landete dieser meist im Müll. Doch Kaffee besteht – je nach Sorte – bis zu 20 %Inhaltsstoffe des Kaffees nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes. aus Fettstoffen und bietet Potenzial zur Wiederverwendung.

2 Architekturstudenten aus London haben dies erkannt: 2012 haben sie die Firma Bio Bean gegründet, die aus Kaffeesatz wertvolle Rohstoffe herstellt.

Wie funktioniert die Herstellung aus Kaffeeresten?

Zunächst wird der Kaffeesatz getrocknet. Anschließend wird das Kaffeeöl aus dem festen Kaffeesatz herausgelöstMit Hilfe der Kohlenwasserstoffverbindung Hexan wird das Öl aus dem festen Kaffeesatz herausgelöst. Dieser Vorgang heißt Hexanextraktion. und durch eine chemische Reaktion zu Biodiesel weiterverarbeitet.Bei der sogenannten Umesterung reagiert ein Ester zu einem anderen Ester. Der Rest der Masse wird zu Heizpellets gepresst. Ein Herstellungsprozess ohne Abfälle.

Im Jahr produziert das Unternehmen so bis zu 1,3 Millionen L Biodiesel und 1,2 Millionen t Heizpellets. Weitere Informationen zu dem Verfahren findest Du hier.

2014Bericht aus dem Guardian (english) wurden die Jungunternehmer von Londons Bürgermeister Boris Johnson für ihre umweltfreundliche Idee ausgezeichnet.

Edle Speisepilze aus Berliner Kaffeeresten

In Berlin-SchönebergInternetseite der Firma züchtet Chido´s Mushrooms edle Pilze auf Kaffeesatz. Fahrradkuriere sammeln die Reste bei Gaststätten ein und bringen sie zu Chido‘s. Dort wachsen darauf Austernpilze, Rosaseitlinge und Limonenseitlinge. Nach der Ernte werden sie regional verkauft. Zu den Kunden von Chido´s Mushrooms gehörenBericht vom Tagesspiegel u. a. die Fernsehköche Kolja Kleeberg und Sarah Wiener.

Auch als Nicht-Berliner kannst Du an die frischen, umweltfreundlich gezogenen Pilze gelangen: Über die Internetpräsenz des Unternehmens kannst Du Dir Deinen eigenen kleinen Pilzgarten nach Hause holen. Laut Anne-Kathrin Kuhlemann, Co-Gründerin, kannst Du aus einem Pilzzucht-Set bis zu
500 g Pilze ernten.Interview mit der Co-Gründerin Anne-Kathrin Kuhlemann.

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