Kaninchen in der freien Natur
Flickr: Robobobobo

Duschgel + Shampoo ohne Tier-Versuche:
Die 3 bekanntesten Siegel sind ...

02.10.2014
Quelle:
Vegetarierbund Deutschland
Obwohl seit 2013 in der EU Tierversuche für Kosmetika verboten sind,
gibt es 2 Lücken im System. Wir zeigen Dir die Schwachstellen und
an welchen 3 Siegeln Du tierversuchsfreie Kosmetika erkennst.


Um sicher zu sein, dass Du ein Produkt kaufst, von dem nichts – d. h. kein einziger Inhaltsstoff – an Tieren getestet wurde, musst Du beim Einkauf genau hinschauen.

Fazit: Alle 3 Siegel erfüllen hohe Standards

Wir haben die 3 bekanntesten Siegel für tierversuchsfreie Kosmetik unter die Lupe genommen – Du findest sie meist auf Naturkosmetikprodukten:

 
Wer vergibt das Siegel?
Welche Kriterien müssen die Produkte erfüllen
Welche Kritikpunkte gibt es?
Besonderheit
  • CCIC (Coalition for Consumer Information in Cosmetics, deutsch: Vereinigung zur Kundeninformation bei Kosmetika) nach Kriterien des HCS (Human Cosmetic Standard, deutsch: Kosmetikstandard des Menschen)1
  • Hersteller dürfen keine Tierversuche durchführen, in Auftrag geben oder sich daran beteiligen

  • Es dürfen keine Inhaltsstoffe von Herstellern bezogen werden, die Tierversuche machen

  • Mutterkonzern muss sich nicht an die Kriterien halten, Beispiel: The Body Shop wirbt damit, keine Tierversuche zu machen, ist aber abhängig von LʼOréal. LʼOréal nutzt Tierversuche, um neue Grundstoffe ihrer Kosmetika auf Gefahren zu testen

  • Hersteller entscheidet wann er auf an Tieren getestete Rohstoffe verzichtet, d. h. Siegel wird auch für zukünftigen Verzicht verliehen

  • Tierische Bestandteile sind erlaubt, z. B. Honig oder Seidenpulver

  • Das 1. weltweit einheitliche Siegel
  • Deutscher Tierschutzbund

    • Internationaler Herstellerverband gegen Tierversuche (IHTK)2

  • Hersteller dürfen keine Tierversuche mit den Endprodukten durchführen

  • Rohstoffe von toten oder bedrohten Tieren sind verboten (Seidenpulver, Moschus)

  • Keine wirtschaftliche Abhängigkeit zu einem Unternehmen, das Tierversuche nutzt, erlaubt

  • Tierische Bestandteile von lebenden Tieren, z.B. Honig, sind erlaubt
    – Seidenpulver ist z.B. verboten
  • Produkte sind meist nur im Internet erhältlich
  • Vegan Society England3
  • Produkt und Produktionsprozess sind tierversuchsfrei

  • Tierische Bestandteile sind nicht erlaubt

  • Auch Rohstofflieferanten dürfen keine Tierversuche verwenden


  • Gentechnisch veränderte Bestandteile sind erlaubt und müssen gekennzeichnet werden
  • Weit verbreitet, auch bekannt von Lebens- oder Reinigungsmitteln

Tierversuchs-Verbot in der EU:
Nicht immer wirksam

Seit März 2013 sind in der EU Tierversuche für Kosmetika verboten: Kosmetika und Stoffe, die ausschließlich für die Kosmetikproduktion verwendet werden, dürfen nicht an Tieren getestet werden, d. h. die Hersteller dürfen keine Tierversuche selbst durchführen oder in Auftrag geben. Tun sie es doch, können die entsprechenden Produkte lediglich außerhalb der EU vermarktet werden.

Verbot hat 2 Schwachstellen

1.) Beschränkung auf neu entwickelte Produkte

Alle Produkte, die bereits vorher an Tieren getestet wurden, dürfen weiterhin verkauft werden. Es besteht keine Kennzeichnungspflicht.       

2.) Beschränkung auf spezielle Stoffe der Kosmetikherstellung

Das Tierversuchsverbot gilt nur für Stoffe, die ausschließlich zur Kosmetikherstellung genutzt werden. Die meisten Bestandteile von Kosmetika werden auch in Wasch- oder Reinigungsmitteln eingesetzt. Diese dürfen weiterhin in Tierversuchen getestet werden.

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