Freiwillige am Strand von Malta sammeln Müll im Wasser und an Land.
Quelle: LDIM
LDIM

Über 1 Million Freiwillige reinigen Strände:
Helfer aus 15 Ländern

14.07.2014
Quelle:
LDIM
Bis 2018 soll das Mittelmeer eine Umgebung mit großer biologischer
Vielfalt werden. Dieses Ziel will das internationale Netzwerk Let´s do it Mediterranean! (deutsch: Lass es uns tun Mittelmeer!) erreichen.


Rund 1 Millionen Menschen aus 15 Mittelmeerstaaten, z. B. Marokko, Ägypten und Griechenland, reinigten gemeinsam an einem Wochenende im Mai in einer groß angelegten Aktion Strände und das Meer in ihrem Land: Die Freiwilligen
des Let´s do it Mediterranean!-Netzwerks setzten damit ein Zeichen gegen die Verschmutzung Bericht über das erfolgreiche Reinigungsprojekt (englisch)des Mittelmeeres. Unter Wasser und an den Stränden befreiten Kinder und Erwachsene das Meer von Netzen, Autoreifen und Plastikmüll.

Mittelmeer, Müll, Plastik, Strand, Aufräumen

21 Staaten grenzen an das Mittelmeer.

Beispielsweise an der Küste Kroatiens sammelten über 5.000 Menschen an 30 verschiedenen Standorten Müll. In Split, der zweitgrößten Stadt des Landes, kamen allein 4 Tonnen (t) Abfall zusammen. Diese Menge an Müll produzieren
9 Deutsche in einem Jahr.Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes fielen in Deutschland pro Einwohner im Durchschnitt jährlich 456 kg Abfall an. 4 t = 4.000 kg. 4.000/456 = 8,77. Fast 9 Deutsche produzieren damit 4 t Abfall jährlich.

Internationales Netzwerk seit 2008 aktiv

Das Let´s do it Mediterranean!-Netzwerk ist Teil der seit 2008 aktiven weltweiten Let´s do it World!-Bewegung Let´s do it!-Website (englisch)(deutsch: Lass es uns tun Welt!).

Engagierte aus über 100 verschiedenen Ländern setzen sich seitdem mit verschiedenen Aktionen für einen bewussten Konsum und nachhaltigen Umgang mit Müll ein. Die Bewegung will besonders auf die Folgen aufmerksam machen, die Abfälle in der Umwelt verursachen.

Plastikteilchen gelangen in unsere Nahrung

Eine Windel im Meer braucht 450 Jahre, Angabe aus dem Guidebook to Beach and Waterway Cleanups (deutsch: Ratgeber zur Reinigung des Strandes und der Wasserwege) der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA, deutsch: Nationale Ozean- und Atmosphärenverwaltung) bis sie in für uns unsichtbare Teilchen zerfallen ist. Plastik ist biologisch nicht abbaubar, d. h. egal wie klein die Teilchen sind, bleiben sie Plastik. Für Tiere und Pflanzen sind diese Teilchen nicht verwertbar.

Der Abfall im Meer hat weitreichende Folgen: Tiere verwechseln Plastikteile
oft mit Nahrung, nehmen diese auf oder verfangen sich in Schnüren und Fischernetzresten. Das MikroplastikAllgemein werden alle Plastikstücke, die kleiner als 5 mm sind, als Mikroplastik bezeichnet. Wer es ganz genau nimmt, unterscheidet zwischen Mikro- und Nanopartikeln. Mikropartikel sind 50 µm – 5 mm groß, Nanopartikel kleiner als 50 µm. 1 µm entspricht 0,001 mm. wird von kleinen Lebewesen (sowohl Ruderkrebsen, als auch Fischen und Muscheln) über die Nahrung aufgenommen. Es wird im Körper nicht abgebaut und sammelt sich daher in der Nahrungskette an. Am Ende landen plastikbelastete Fische auf unseren Tellern.Weitere Positive News zum Thema: Tipps zur PlastikvermeidungPlastiktütenverbotRohöl aus PlastikRecycling von Meeresplastik

Eine saubere Zukunft? 10 Tipps zur Müllfrage

Auf der Let´s do it Mediterranean!-Website gibt das Netzwerk 10 leicht umzusetzende Tipps 10 Schritte zu einer sauberen Welt (englisch)zum Umgang mit Müll. Dazu gehören Mülltrennung, Konsumreduzierung und der Kauf recycelfähiger Produkte. Unterstützt durch Illustrationen zeigt die Anleitung: Du kannst sofort mit dem Umweltschutz beginnen.

Auch wenn Deutschland nicht am Mittelmeer liegt, ein kleines Let´s do it World!-Netzwerk gibt es auch bei uns. Hier kannst Du Dich auf der Let´s do it Germany!-Homepage informieren.

Anlässlich des 22. CleanÜbersichtskarte zu den Clean Up The World-Aktionen und -Veranstaltungen (englisch) Up The World (deutsch: Reinige die Welt) Wochenendes vom 19. – 21. September 2014 gibt es weltweit Veranstaltungen die zum Schutz der Umwelt aufrufen: In Deutschland sind bereits über 20 Aktionen eingetragen. Vielleicht auch in Deiner Stadt.

Die (Mikro)plastik-Problematik und ihre Folgen für Mensch und Tier zeigt der NDR in der knapp 45-minütigen Dokumentation „Die Plastikbedrohung“.

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