Das im Kongo lebende Zwergflusspferd

Mehr Bongo´s im Kongo!
EU fördert auch mehr Tierschutz in Madagaskar

06.01.2015
Quellen:
EU-Koordination
EuropeAid
Afrikanische Länder mit hoher Tier-Vielfalt u.a. Madagaskar und der Kongo werden von der EU zusätzlich gefördert. Es sollen Wälder geschützt und Wilderer bestraft werden ...

Afrikanische Gegenden mit einer besonders hohen Artenvielfalt – sogenannte Biodiversitäts-HotspotsBiodiversität ist ein anderer Begriff für die biologische Vielfalt. Dazu gehören:
– Genetische Diversität (genetische Vielfalt aller Gene innerhalb einer Art, gesamte genetische Vielfalt eines Ökosystems)
– Artendiversität (Vielzahl an Arten in einem Ökosystem)
– Ökosystem-Diversität (Vielfalt an Lebensräumen in Ökosystemen)
– Funktionale Diversität (Vielfalt ökologischer Prozesse im Ökosystem)
– werden von der EU finanziell unterstützt.

Dazu gehören u.a.
– die Demokratische Republik Kongo mit dem Virunga-Nationalpark,
– die Insel Madagaskar und
– die tropischen Anden.

Sie erhalten als Teil der B4Life-InitiativeDie B4Life-Initiative gehört zu EuropeAid, dem EU-Programm für Entwicklungshilfe. Der Schwerpunkt liegt im Naturschutz. in den nächsten 6 Jahren bis 2020 800 Millionen €.

3 Schwerpunkte: Verantwortungsvoller Umgang,
Erhalt & Bewirtschaftung

Damit die bedrohten Ökosysteme in den Hotspots erhalten bleiben, werden 3 Schwerpunktbereiche Pressemitteilung der Europäischen Kommission finanziell unterstützt:

1.) Verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen

Die größte Herausforderung in Afrika: Die Bekämpfung von Korruption. Mithilfe nationaler Strategien soll die Förderung und der Schutz der biologischen Vielfalt sowie die Verwaltung von Schutzgebieten erreicht werden.

Der Virunga-Nationalpark wird seit 1988 Pressemitteilung der EU (englisch) von der EU finanziell unterstützt: 30 Millionen € gingen u.a. in die Schulung von Wildhütern und Parkmanagern.

2.) Erhalt von Ökosystemen und Ernährungssicherheit

Menschen, Tiere und Pflanzen sind auf ein intaktes Ökosystem angewiesen. Um das zu ermöglichen, werden nachhaltige Anbaupraktiken in der Landwirtschaft gefördert.

Bereits verursachte Schäden, z.B. aufgrund von Industrieunfällen oder intensiver Landwirtschaft, sollen behoben werden. Die Überwachung geschützter Meeresgebiete steht ebenfalls auf dem Plan.

3.) Entwicklung ökologischer Lösungen für eine grüne Wirtschaft

Dazu zählen die Förderung von nachhaltigem Tourismus sowie die Entwicklung und Vermarktung umweltfreundlicher Produkte. Die genauen Produkte werden in den internationalen Pressemitteilungen nicht erwähnt.

Krisenzentrum zum Artenschutz :
Illegalen Handel bekämpfen und Wälder schützen

Neben den 3 Schwerpunkten gehört das „Wildlife Crisis Window“ (deutsch: „Krisenzentrum für den Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten“) zum Programm. Damit sollen der illegale Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten sowie die illegale Waldabholzung bekämpft werden.

Ein Gorilla-Baby

Bekämpfung des illegalen Handels:
Der illegale Handel mit bedrohten Tieren und Pflanzen gefährdet die Sicherheit in Entwicklungsländern: Es wird vermutet, dass Rebellenmilizen und terroristische Vereinigungen sich u.a. durch den Handel mit Elfenbein und Nashorn-Horn finanzieren.

Dagegen will die EU folgende Maßnahmen ergreifen:Einige Ziele des „Wildlife Crisis Window“ überschneiden sich mit den 3 oben genannten Schwerpunkten. Wie genau die Punkte von der EU umgesetzt werden sollen, ist uns nicht bekannt.

  • Bessere Überwachung der Schutzgebiete
  • Bekämpfung der Korruption
  • Verbesserung der Ermittlungsmethoden
  • Förderung von Netzwerken zur Bekämpfung der Kriminalität
  • Schaffung grenzüberschreitender Schutzgebiete
  • Unterstützung von Organisationen, die Artenschmuggel und Wilderei bekämpfen

Förderung des Artenschutzes:
Der Artenschutz soll vor allem durch die Förderung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung erfolgen: 2/3 der von 2002 – 2012 für den Artenschutz bereitgestellten Mittel wurden dafür verwendet. Illegaler Holzschlag und Waldrodungen verringern den Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und beschleunigen den Klimawandel – dem soll mit dem Geld entgegengewirkt werden.

EU-Amt für Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe

Die B4Life-Initiative ist eines der „Flaggschiffe“ von EuropeAid – dem Europäischen Amt für Zusammenarbeit. Dort werden verschiedene Entwicklungshilfe-Projekte der EU koordiniert.

Zurzeit wird eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Demokratischen Republik Kongo angestrebt. Hier gibt es die größten, noch existierenden Regenwaldgebiete Afrikas: Ca. 60 % des Landes sind damit bedeckt.

Folglich gehört der Kongo zu den Regionen, die die weltweit größte Artenvielfalt haben – und ist besonders schützenswert.

Der Bongo aus dem Kongo

Außerdem ist der Kongo eines der ärmsten Länder der Welt – Gründe dafür sind u.a. eine ständige Bevölkerungszunahme und Kriege.

Neben der Unterstützung durch die B4Life-Initiative erhält das Land 620 Millionen € Pressemitteilung der Europäischen Kommission zur Verbesserung der dortigen Lebensbedingungen.

Weitere Positive News zum Thema:

Keine Ölbohrungen im Virunga-Nationalpark:
Britische Ölkonzern lenkt ein
Familie Spitzmaulnashorn wächst:
Schon fast 5.000 Tiere
Signal gegen Handel mit Elfenbein:
Länder zerstören beschlagnahmte Vorräte
Elefanten in 10 Jahren ausgestorben?
Neuer Fonds unterstützt Wildhüter um dies zu verhindern

Aktiv werden …

Tipp: Noch mehr kommen per E-Mail. Damit Du keine
Gute Nachricht mehr verpasst, sicher Dir unseren Newsletter!

Deine Dosis Guter Nachrichten ist zu
100 % werbefrei & gemeinnützig!

Nur so können wir unabhängig bleiben.
>> Wie wir das schaffen, kannst du hier nachlesen!

Gefällt Dir unsere ehrenamtliche Arbeit?
Schenk uns doch ein „Gefällt mir“ bei Facebook!

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Wir bieten werbefreie Nachrichten!

Wir machen wissenschaftlichen Verbraucher-Journalismus:
Fakten – und keine Meinungen, optimistisch & gemeinnützig (mehr)

Positive News

Wir berichten über positive Entwicklungen, Ideen und Ereignisse. Recherchiert anhand von Original-Quellen, die kurz zusammengefasst sind.

Stories

Zum Top-Thema des Monats erhältst Du 1 Fachbeitrag
– von Fachmenschen geschrieben inklusive sofort umsetzbarer Tipps.

Save the Date

Petitionen, Veranstaltungen, Do It Yourself-Lösungen und Organisationen
– unser Kalender und Verzeichnis startet in der Crowdfunding-Phase.

NEU – Gute Nachrichten kommen per E-Mail

Bleib immer auf dem Laufenden
und sichere Dir 1x im Monat Deine Dosis
Gute Nachrichten:

100 % werbefrei – Abmelde-Link in jeder Mail – Datenschutz