Die Ecover „Ocean Bottle“ besteht teilweise aus altem Plastik aus dem Meer.
Ecover
Ecover

Plastikflaschen aus Meermüll
& innovative Aufräumarbeiten im Plastikmeer

13.06.2014
Quellen:
Ecover
The Ocean Cleanup
100 % recycelt, davon 10 % Plastik aus dem Meer – 1 Unternehmen
fischt altes Plastik aus dem Meer & nutzt es erneut. Das Projekt The Ocean Cleanup will die Ozeane vom Plastik-Müll befreien.


Die neue Plastikflasche „Ocean Bottle“ (deutsch: „Ozeanflasche“) mit einem
10 %-igen Anteil an Plastik aus dem Meer ist seit einigen Wochen in britischen Ecover erklärt das Konzept in einem Kurzvideo (2:30 min) (englisch) Supermärkten erhältlich. Der belgische Hersteller für ökologische Reinigungsmittel Ecover plant die Ausweitung des Angebots und hofft, so mehr Menschen auf die Plastik-Problematik in unseren Weltmeeren aufmerksam zu machen.

Unter dem Namen „Message in a bottle“ (deutsch: „Flaschenpost“) kündigte Ecover das Projekt 2013 an. Der Anteil des Plastiks aus dem Meer in den vollständig recycelten Verpackungen soll weiter erhöht werden. Der US-amerikanische Hersteller von Reinigungsmitteln Method (deutsch: Methode) nutzt bereits seit 2012 Plastik aus dem Meer, jedoch nur solches, das per Hand vom Strand eingesammelt wurde. Ecover gehört zu den führenden Unternehmen bei der Herstellung von umweltschonenden Reinigungsmitteln.Eine weitere aktuelle Innovation des Unternehmens ist die Nutzung von Algen- statt Palmöl. Um das Plastik aus dem Meer zu fischen arbeitet der Betrieb mit der gemeinnützigen Organisation Waste Free Ocean (deutsch: Müllfreier Ozean)Eine teils öffentlich, teils privat (u. a. von der europäischen Plastikindustrie) unterstützte Organisation (englisch). zusammen.

Fischer nutzen speziell entwickelte Fischerboote und werden für den „Tagesfang“ an Plastik bezahlt. Die Weiterverarbeitung erfolgt in einer speziellen Recyclinganlage in Großbritannien. Vorstellung der Recyclinganlage für Meeres-Plastik (englisch)

Urlaub auf der Plastik-Insel?
– 4 mal so groß wie Deutschland

Die Weltmeere sind voll mit Plastik und anderem Müll. Im schmalen englischen Kanal zwischen Großbritannien und Frankreich schwimmen z.B. pro km² 10 – 100 Müllteile. Ein Großteil davon besteht aus Plastik. Es schwimmt besser als anderer Müll.

Mit einer Oberfläche von 75.000 km² schwimmen im englischen Kanal also zwischen 750.000 und 7,5 Millionen Müllteile an der Wasseroberfläche. Dazu kommt eine schwer zu beziffernde Plastikmenge auf dem Meeresgrund.

In anderen Teilen der Weltmeere ist die Anzahl noch größer. Im Pazifischen Ozean schwimmt eine Plastik-Insel, deren Größe auf das 4-fache von Deutschland geschätzt wird. Es gibt 6 mal mehr Plastik, als Plankton – die Hauptnahrungsquelle vieler Meeresbewohner. Science-Studie mit Größenschätzung und dem Vergleich zwischen Plastik und Plankton (für jede Tonne Plankton gibt es 6 Tonnen Plastik).

Zahlreiche Tiere nehmen mikroskopisch kleine Plastikteilchen mit der Nahrung auf und verwechseln größere TeileSchätzung von 1997 (englisch) mit Nahrung. Geschätzt tötet dies jährlich 1 Million Vögel und 100.000 größere Meerestiere wie Delfine und Haie. Durch Fische kommt das Plastik auch bei uns auf den Teller.

19-jähriger Student entwickelt
passives Reinigungssystem für Ozeane

Weltweit gibt es mehrere Projekte, die Fischerboote nutzen um Plastik aus dem Meer zu angeln. Die Methode ist jedoch Website von The Ocean Cleanup (englisch) nicht effizient: 79.000 Jahre würde die Reinigung laut Berechnungen von The Ocean Cleanup (deutsch: Die Ozean Säuberungsaktion) dauern.

Gegründet vom 19-jährigen Studenten Boyan Slat schlägt The Ocean Cleanup eine alternative Methode vor: Passives reinigen, d.h. der Einsatz von Schiffen wird unnötig. Dabei reinigen kleine, im Meer installierte Geräte unterstützt durch Ebbe und Flut Meereswasser passiv vom Plastikmüll, der an der Oberfläche schwimmt. Mit Hilfe dieser Technik könnte die Reinigungsdauer auf 5 Jahre sinken.

Boyan Slat presenting his idea at TEDx Delft

Boyan Slat päsentiert seine Idee auf der TEDx Delft im Jahr 2012.

Inspiriert durch eine Griechenland-Reise entwickelte der Luftfahrtstudent (TU Delft, Niederlande) seine Idee: Beim Tauchen entdeckte er mehr Plastik als Fische.

Nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne 2013Auf der Plattform Indiegogo sammelte das Projekt fast 90.000 $. umfasst das Team des Ocean Cleanup Projekts mittlerweile mehr als 100 Menschen.

Aktiv werden …

Tipp: Noch mehr kommen per E-Mail. Damit Du keine
Gute Nachricht mehr verpasst, sicher Dir unseren Newsletter!

Deine Dosis Guter Nachrichten ist zu
100 % werbefrei & gemeinnützig!

Nur so können wir unabhängig bleiben.
>> Wie wir das schaffen, kannst du hier nachlesen!

Gefällt Dir unsere ehrenamtliche Arbeit?
Schenk uns doch ein „Gefällt mir“ bei Facebook!

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Wir bieten werbefreie Nachrichten!

Wir machen wissenschaftlichen Verbraucher-Journalismus:
Fakten – und keine Meinungen, optimistisch & gemeinnützig (mehr)

Positive News

Wir berichten über positive Entwicklungen, Ideen und Ereignisse. Recherchiert anhand von Original-Quellen, die kurz zusammengefasst sind.

Stories

Zum Top-Thema des Monats erhältst Du 1 Fachbeitrag
– von Fachmenschen geschrieben inklusive sofort umsetzbarer Tipps.

Save the Date

Petitionen, Veranstaltungen, Do It Yourself-Lösungen und Organisationen
– unser Kalender und Verzeichnis startet in der Crowdfunding-Phase.

NEU – Gute Nachrichten kommen per E-Mail

Bleib immer auf dem Laufenden
und sichere Dir 1x im Monat Deine Dosis
Gute Nachrichten:

100 % werbefrei – Abmelde-Link in jeder Mail – Datenschutz