Wir sind keine Eier, wir sind Lebewesen.

Damit Eier & Hähnchen-Fleisch billig bleiben:
60.000 Küken pro Tag lebend geschreddert & vergast

09.10.2014
Quelle:
Bruderhahn Initiative
NRW wollte ab 2015 als 1. Land die Massen-Tötung männlicher Küken
verbieten. Eier-Produzenten klagten und ein Gericht gab ihnen Recht.
Die Bruderhahn-Initiative zeigt, wie es ohne Vergasen geht ...


Für die Eierproduktion und Fleischmast werden unterschiedliche Hühnerzüchtungen eingesetzt. Dabei handelt es sich um sogenannte Hybridhühner, die speziell auf Legeleistung oder Fleischansatz optimiert wurden.

1.) Mast-Hühner für die konventionelle Fleischmast haben nach einem Monat mit etwa 2 kg ihr Schlachtgewicht erreicht.

2.) Lege-Hühner werden auf die Eier-Produktion optimiert.Erklärung der Hybridhuhnzüchtung und Vergleich des Wachstums eines auf Fleischansatz gezüchteten und eines auf Eierproduktion gezüchteten Huhnes. Sie legen innerhalb eines Jahres rund 300 Eier, Zahlen vom Statistischen Bundesamt nicht speziell gezüchtete Rassen nur ca. 200 Eier pro Jahr.

Aussortierung von Küken in Brütereien.

NRW verbietet als 1. Bundesland
das Töten der männlichen Küken

Männliche Küken aus der Legehennenzucht sind wirtschaftlich nicht rentabel. Sie produzieren keine Eier undÜbersicht verschiedener Hühnerrassen der Universität Giessen bilden nicht genügend Fleisch – bisher werden sie direkt nach dem Schlüpfen getötet.

Die Tötung dieser Küken hat NRW als 1. Bundesland im Dezember 2013 verboten. Ab 2015 soll nun der Beschluss für alle Brütereien mit Legehennen gelten.Mitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz zum Verbot der Tötung männlicher Küken.

Auch deutschlandweit ist ein Beschluss im Gespräch. Auf der diesjährigen Agrarministerkonferenz wurde der Bund aufgefordert, eine Alternative zur gängigen Praxis zu finden (TOP 30). Grund dafür war eine Einschätzung der Staatsanwaltschaft Münster, die das Töten der männlichen Küken als tierschutzwidrig einstuft. Gegen das erhobene Verbot haben die betroffenen Brütereien Klage eingereicht. Die Umsetzung des Verbotes könnte sich dadurch verzögern.

1 Ei mit dem BID-Logo

1 Ei mit dem BID-Logo

Wie sieht die Zukunft
der männlichen Küken aus?

Der Umgang mit männlichen Küken aus der Legehennenzucht ab 2015 ist noch nicht vollständig geklärt. Geforscht wird derzeit an der Geschlechterbestimmung im Ei: Männliche Küken würden damit gar nicht erst ausgebrütet werden.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Zucht von Zweinutzungshühnern: Diese Rassen könnten in der Fleischmast und in der Eierproduktion eingesetzt werden. Der Verein Bruderhahn Initiative Deutschland (BID)Der Verein ist ein Zusammenschluss aus dem Bio-Geflügelbetrieb Bauckhof Klein-Süstedt und den Großhändlern Naturkost Elkershausen, Naturkost Erfurt und Naturkost Nord. hat eine Übergangslösung gefunden: Sie mästen auch männliche Küken aus der Legehennenzucht und verkaufen deren Fleisch.

Als endgültige Lösung favorisieren sie die Züchtung von Zweinutzungshühnern. „Finanziert“ werden die Bruderhähne von ihren eierlegenden Schwestern. Durch einen Preisaufschlag von 4 ct pro Ei wird die Anzucht der Hähne getragen. Zu erkennen sind Fleisch und Eier am BID Logo. Zusätzlich tragen sie das Bioland- oder Demeter-Siegel. Diese Standards gehen über das konventionelle EU-Biosiegel hinaus.

An mehr als 200 Verkaufsstellen im Norden, Osten und Westen Deutschlands gibt es die Bruderhahnerzeugnisse zu kaufen.Einkaufsadressen für Eier und Fleisch aus der Bruderhahn Initiative. Die Firma Holle bietet 3 Sorten Babynahrung mit Fleisch aus der Initiative an.

Damit Eier & Hähnchen-Fleisch billig bleiben:
60.000 Küken pro Tag lebend geschreddert & vergast
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