Ein Nashorn mit seinem kostbaren Horn.
Afrika Drohne Elefant Flugzeug Nashorn, Wilderer Wildhüter

1 Kilo Nashorn-Horn ist heute mehr Wert
als jede illegale Droge

12.03.2015
Quellen:
IAPF
Universität Maryland (USA)
2014 erreichte die Zahl der weltweit gewilderten Nashörner einen neuen „Rekord“. Wildhüter haben einen gefährlichen Job. Um ihre Arbeit zu erleichtern nutzen sie jetzt Drohnen – mit ersten Erfolgen ...

Die Wilderei bedroht immer noch mehrere Tierarten vom Aussterben –Statistik gewilderter Nashörner vom WWF (englisch) trotz jahrzehntelanger Anstrengungen. Die Bilanz für 2014: 1.215 (2007 waren es 13) gewilderte Nashörner in Süd-AfrikaDort leben weltweit mit Abstand die meisten Nashörner. Von den 5 noch lebenden Nashorn-Arten leben 2 (Breitmaul- und Spitzmaul-Nashorn) in Afrika und 3 (Panzer-, Sumatra- und Java-Nashorn) in Süd-Asien. 2012 lebten geschätzt weniger als 100 Sumatra-Nashörner und 35 – 44 Java-Nashörner. und 30.000 gewilderte afrikanische Elefanten. Der Grund: Nashorn-Hörner und Elefanten-Stoßzähne werden als SouvenirsStudie zur Wilderei von Elefanten (englisch) oder alternative Medizin Weitere Positive News zum Thema :
Familie Spitzmaulnashorn wächst:
Schon fast 5.000 Tiere
Weiterlesen: https://www.die-reale-welt.de/natuerlich/nashornbestaende-erholen-sich/
verwendet.

Drohnen – also unbemannte LuftfahrzeugeIm Englischen werden Drohnen als UAVs – unmanned aerial vehicles (deutsch: unbemannte Luftfahrzeuge) – oder RPAs – remotely piloted aircrafts (deutsch: Ferngesteuerte Flugzeuge) – bezeichnet. – werden jetzt auch von Wildhütern eingesetzt, um Wilderer aufzuspüren und zu verhaften.

Verbotener Handel mit Elfenbein und Co.:
Ein 10 Milliarden Dollar-Markt

Die gemeinnützige Organisation Global Financial Integrity Bericht der Global Financial Integrity (2011, englisch) (deutsch: Globale Finanzielle Integrität) schätzt den Weltmarkt für illegale Produkte wild lebender Tiere auf bis zu 10 Milliarden $ (ca. 8,8 Milliarden €). Durch die große Nachfrage an Elfenbein und Nashorn-Horn in asiatischen Ländern, bleibt die Wilderei ein lohnendes Geschäft.Weitere Positive News zum Thema:
Elefanten in 10 Jahren ausgestorben?
Neuer Fonds unterstützt Wildhüter um dies zu verhindern 

Signal gegen Handel mit Elfenbein:
Länder zerstören beschlagnahmte Vorräte

Ein Kilo Nashorn-Horn ist bis zu 50.000 $Angaben der International Business Times (englisch) (ca. 44.210 €) wert – mehr als jedes illegale Rauschmittel. Der Preis für afrikanisches Elfenbein hat sich zwischen 2010 und 2014 verdreifacht: Der Kilo-Preis liegt bei 2.100 $ (ca. 1854 €).

Eine beschlagnahmte selbstgemachte Schusswaffe.

Entwicklungsländer wie Kenia und Tansania sind dabei, den Kampf für das Überleben ihrer Tierwelt zu verlieren. Es gibt mehr Wilderer als Ranger und Korruption in allen Bereichen des Wildschutzes.

Erfolgreicher Drohnen-Test in Kenia:
Wilderei um 96 % verringert

Kenia gehört zu den Ländern, die Drohnen zur Unterstützung der Wildhüter einsetzen: Mehr als 100 Millionen $ (ca. 88 Millionen €)Das Geld stammt aus Kenia, den USA, den Niederlanden, Frankreich und Kanada. Um den Schutz der kenianischen Wildtiere weiter zu verbessern, will das Land die Anzahl seiner Ranger von 900 auf 1.600 erhöhen. werden investiert um die kleinen Flugzeuge in allen 52 Nationalparks zu nutzen.

Der Test in einem Nationalpark Um welchen es sich dabei handelt, ist unbekannt – um Wilderer nicht vorzuwarnen. Es wird vermutet, dass der Test im Tsavo Nationalpark stattgefunden hat.
war erfolgreich: Eine VerringerungBericht im Guardian (englisch) der Wilderei um 96 % soll erreicht worden sein.

2 Herausforderungen:
Reichweite und Flugzeit

Die International Anti-Poaching Foundation (IAPF) (deutsch: Internationale Anti-Wilderei Stiftung) nutzt ebenfalls Drohnen, bisher vor allem zum Schutz von Elefanten in Afrika.

Die Organisation wurde 2009 vom Australier Damien Mander, einem ehemaligen Scharfschützen mit 12 Irak-Einsätzen, gegründet und nutzt militärische Ansätze – Drohnen und spezielle Ausbildungsprogramme für Wildhüter – um gegen die Wilderei vorzugehen.

Damien Mander im Kampf gegen die Wilderei.

Mander beschreibt das Problem der Drohnen: Die kleinen Drohnen, die von vielen Organisationen gegen Wilderei genutzt werden, reichen nicht aus um große Gebiete abzudecken. Sie müssen mit Sensoren ausgestattet sein und 3 Stunden in der Luft bleiben können um sinnvolle Daten zu liefern – nur dann seien sie Leichtgewicht-Flugzeugen überlegen.

„Drohne Spezial“:
Optimiert für den Einsatz gegen Wilderer

Der Einsatz von Drohnen für den Umwelt- und Naturschutz hat sich rumgesprochen: Weltweit basteln Universitäten, Forscher und Organisationen an Drohnen, die für den Einsatz gegen Wilderer optimiert werden.

2 Beispiele:

  1. Das gemeinnützige Unternehmen Conservation Drones (CD, deutsch: Naturschutz Drohnen) hat sich auf den Bau besonders günstiger Drohnen spezialisiert: Die günstigsten Modelle sollen weniger als 1.500 $ (ca. 1326 €) kosten.

    Das Unternehmen kooperiert mit Universitäten und Naturschutz-Organisationen weltweit, um seine Prototypen zu verbessern.

  2. Das Institut für Fortgeschrittene Informatik der Universität Maryland hat sich auf die optimierte KoordinationBericht über das Projekt der Universität Maryland in The Conversation (englisch) von Wildtieren, Drohnen und Wildhütern im Einsatz gegen Wilderei spezialisiert: Die hochauflösenden Bilder der Drohnen werden kombiniert mit MondphaseDie meisten Wilderer sind in der Dunkelheit unterwegs um nicht erwischt zu werden. Für eine bessere Sicht, bevorzugen sie Vollmond-Nächte. Wetter, vorherigen Wilderei-Stellen etc.

    Eine Drohne in Einsatzbereitschaft.

    Seit Mai 2013 nutzen die Forscher Drohnen – und betonen: Nur wenn Wildhüter zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, ist ein Drohnen-Einsatz erfolgreich. Eine der größten Herausforderungen ist also die Koordination der Drohnen in der Luft mit den Wildhütern am Boden.

    Die hoffnungsvolle bisherige Bilanz: In 20 Monaten führten die Forscher mehr als 3.000 Drohnen-Flugstunden durch. In jedem (!) Gebiet, in dem das „Lösungs-Paket“ – inklusive der Drohnen – zum Einsatz kommt, stoppt die Wilderei innerhalb von 5 – 7 Tagen.

Aktiv werden …

Tipp: Noch mehr kommen per E-Mail. Damit Du keine
Gute Nachricht mehr verpasst, sicher Dir unseren Newsletter!

Deine Dosis Guter Nachrichten ist zu
100 % werbefrei & gemeinnützig!

Nur so können wir unabhängig bleiben.
>> Wie wir das schaffen, kannst du hier nachlesen!

Gefällt Dir unsere ehrenamtliche Arbeit?
Schenk uns doch ein „Gefällt mir“ bei Facebook!

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Wir bieten werbefreie Nachrichten!

Wir machen wissenschaftlichen Verbraucher-Journalismus:
Fakten – und keine Meinungen, optimistisch & gemeinnützig (mehr)

Positive News

Wir berichten über positive Entwicklungen, Ideen und Ereignisse. Recherchiert anhand von Original-Quellen, die kurz zusammengefasst sind.

Stories

Zum Top-Thema des Monats erhältst Du 1 Fachbeitrag
– von Fachmenschen geschrieben inklusive sofort umsetzbarer Tipps.

Save the Date

Petitionen, Veranstaltungen, Do It Yourself-Lösungen und Organisationen
– unser Kalender und Verzeichnis startet in der Crowdfunding-Phase.

NEU – Gute Nachrichten kommen per E-Mail

Bleib immer auf dem Laufenden
und sichere Dir 1x im Monat Deine Dosis
Gute Nachrichten:

100 % werbefrei – Abmelde-Link in jeder Mail – Datenschutz