Mitbringsel aus Afrika, Graviertes Elfenbein
pixabay: JamesDeMers

Signal gegen Handel mit Elfenbein:
Länder zerstören beschlagnahmte Vorräte

24.06.2014
Quelle:
Pro Wildlife
Kenia machte es vor, andere folgten: Die USA zerstörten ihre Vorräte
2013 und forderten andere Länder auf, dies auch zu tun. Mit Erfolg:
2014 zerstörten bisher 5 Länder ihr Elfenbein ganz oder teilweise.


Der Handel mit ElfenbeinUrsprünglich bedeutet das Wort Elfenbein „Elefantenknochen“. Es wird aber auch für die Bezeichnung der Hörner von Narwalen oder die Zähne von Nilpferden und Walrossen genutzt. Im Artenschutzrecht bezeichnet der Begriff „Elfenbein“ die Stoßzähne von Elefanten, hauptsächlich die der afrikanischen Elefanten. Klar abzugrenzen ist Elfenbein von Nashorn-Horn: Das Horn besteht nicht aus Elfenbein,  sondern aus Keratin: Einem Eiweiß, das auch in unseren Haaren und Fingernägeln vorkommt. boomt: Jeden Tag werden ca. 100 Elefanten Schätzung von Rettet den Regenwald e.V. wegen ihrer Stoßzähne getötet. Hauptabnehmer des Materials ist China:
70 % des weltweit gewilderten Elfenbeins werden dorthin verkauft.

Im Januar diesen Jahres machte die chinesische Regierung deutlich, dass sie gegen illegalen Elfenbeinhandel kämpfen will: 6,15 Tonnen (t) beschlagnahmten Materials wurden zerstört.

Elfenbein in China: Problematisches Statussymbol

Die Stoßzähne von Elefanten werden zu Schmuck, Statuen oder Schnitzereien verarbeitet. Als Statussymbol sind sie in Chinas wachsender Mittelschicht sehr beliebt. Pressemittelung des WWF Die Ergebnisse einer Umfrage zeigen, dass viele Chinesen nicht wissen, dass Elefanten für Elfenbein gewildert werden: Sie denken, Stoßzähne würden ausfallen und nachwachsen.

Elfenbeinschmuggel international:
Das Bewusstsein wächst

Elfenbeinschmuggel wird immer stärker bekämpft. 2008 sollte der Elfenbein-Preis nach unten gedrückt werden, um so die Wilderei unattraktiv zu machen: Das Washingtoner Artenschutzabkommen erlaubte China zum 1. Mal, 68 t Elfenbein aus Beschlagnahmungen zu importieren und legal zu verkaufen.

Der Versuch, die Nachfrage auf diese Weise einzudämmen, schlug fehl: Seither ist das Interesse an Elfenbein stark angestiegen. Studie des International Fund for Animal Welfare (englisch) Die Unterscheidung zwischen legalem und illegalem Elfenbein wird immer schwieriger.

Eine weitere Maßnahme gegen den Elfenbeinschmuggel ist die Vernichtung beschlagnahmter Vorräte:2011 hat Kenia seine Vorräte vernichtet, 2012 Gabun, 2013 die Philippinen und die USA, dieses Jahr China, Frankreich, Portugal, Belgien und Hongkong. Länder wenden sich öffentlich gegen den Schmuggel und ziehen das Elfenbein endgültig aus dem Verkehr.

Ziel ist es auch, mehr Aufmerksamkeit in den Medien zu erreichen. Dadurch soll bei den Bürgern ein erhöhtes Bewusstsein dafür entfacht werden, welche Folgen der Erwerb von Produkten aus Elfenbein tatsächlich hat. Pressemeldung des WWF

Im Einsatz für eine Zukunft ohne Elfenbeinhandel

Greenpeace Bericht im Greenpeace Magazin fordert, dass die EU nachzieht: Die Länder sollten ihre beschlagnahmten Elfenbein-Vorräte vernichten. Unabhängig von Herkunft und Alter müsse der Handel grundsätzlich verboten werden.

Hier kannst Du eine Petition unterschreiben, die sich ebenfalls für ein Verbot des Elfenbeinhandels einsetzt. Nur so können alle Gesetzeslücken, die von Schmugglern genutzt werden, geschlossen werden.

Deutschland verfolgt zurzeit einen anderen Ansatz, um Elefanten vor der Wilderei besser zu schützen: Am 4. Juli stimmte das Parlament einem Antrag von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen zu. Darin verpflichtet die Bundesregierung sich, mit den von Wilderei betroffenen LändernUrsprungs-, Transit- und Empfängerländer in Dialog zu treten und sie im Kampf gegen Wilderei zu unterstützen. Dadurch soll die Nachfrage an Elfenbein massiv gesenkt werden.

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