Die USA wollen mehr und bessere Lebensräume für Bienen schaffen.
pixabay: PollyDot

Keine Bienen = leere Supermärkte!
Neuer USA-Plan gegen Bienen-Sterben

10.02.2015
Quelle:
US-Regierung
Den USA haben in kurzer Zeit 1/4 ihrer Bienen verloren
– ein neues Maßnahmenpaket soll die Tiere schützen.
Wir geben Dir 2 Tipps, wie Du Bienen schützen kannst ...


Die USA sind in Alarmbereitschaft: Im Winter 2013/14 verloren die Imker in den USA knapp 1/4 ihrer Bienenvölker. Die Bestäubung durch Honigbienen hat jährlich einen Wert von über 15 Milliarden $ (ca. 11 Milliarden €). Wilde BestäuberWildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, aber auch Vögel und Fledermäuse bestäuben zusätzlich Pflanzen im Wert von 9 Milliarden $ (ca. 6,6 Milliarden €).

Schaffen die USA es nicht, das Bienensterben zu stoppen, kommen in den nächsten Jahren starke wirtschaftliche Verluste auf sie zu. Daher hat das US-Präsidialamt am 20. Juni 2014 eine Stellungnahme herausgegeben, in der Maßnahmen ankündigt werden, mit denen CCD (Colony Collapse Disorder oder Völkerkollaps, Fachbegriff für massives Bienensterben) bekämpft werden soll.

Mehrere Ursachen für Bienensterben:
Stress, Parasiten & Pestizideinsatz spielen eine Rolle

Für das Bienensterben ist ein Zusammenspiel mehrerer FaktorenStudie zu CCD verantwortlich. Vermutet wird eine Kombination aus Stress, Unterernährung, fehlenden Futterflächen, Parasiten, Krankheitserregern, fehlender genetischer Vielfalt und Pestizideinsatz.

Eine Biene schlüpft aus ihrer Wabe.

Neu gegründete „Pollinator Health Task Force“ soll Maßnahmen gegen das Bienensterben entwickeln

Die neu gegründete „Pollinator Health Task Force“ (deutsch: Taskforce zur Bestäubergesundheit), kurz: Task Force,Sie besteht aus dem Secretary of Agriculture (deutsch: Landwirtschaftsminister) und dem Verwalter der Environmental Protection Agency (EPA, deutsch: Umweltschutzbehörde). Weitere Ministerien sind zweitrangig in die Task Force involviert. sollte bis Ende 2014 eine Strategie entwickeln um den Verlust der Bienenvölker zu verringern – die Deadline wurde verschoben und Ergebnisse sollen bald vorliegen.

Diskutiert werden folgende Vorschläge:

1. Vergrößerung des Lebensraums

Der Lebensraum der Tiere soll durch eine höhere Anzahl einheimischer Pflanzen und bestäuberfreundlicher Samenmischungen vergrößert werden. Straßenränder und öffentliche Gebäude sollen, z.B. durch passende Bepflanzung, besser an die Bedürfnisse von Bestäubern angepasst werden.

2. Entwicklung von Schutzprojekten & Zusammenarbeit mit
externen Partnern

Tierschutz-Organisationen sollen mit staatlicher Unterstützung Schutzprojekte entwickeln. Kommunen, Landwirte und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sollen gemeinsam an der Umsetzung arbeiten.

3. Erstellen eines öffentlichen Bildungsplans

Um das Bienensterben stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und aufzuzeigen, wie jeder Einzelne den Bienen helfen kann, soll die Task Force in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium einen Bildungsplan entwickeln.

4. Verringerung des Einsatzes von Pestiziden

Das Militär wird angewiesen, wann immer möglich auf Pestizide zu verzichten
– die Einschränkung in anderen Bereichen ist noch nicht spezifiziert. Die Wirkung der umstrittenen Pestizidgruppe der NeonikotinoideEine Gruppe von Pestiziden, die in Verdacht stehen, das Nervensystem von Bienen so zu schädigen, dass die Tiere nicht in ihren Bienenstock zurückfinden und sterben. In der EU sind 3 dieser umstrittenen Stoffe seit 2013 für 2 Jahre vorübergehend verboten. auf Bestäuber wird von der Environmental Protection Agency (EPA) erneut untersucht.

Ein Bienenvolk: In Zukunft hoffentlich wieder öfter zu sehen

Alle Maßnahmen sind langfristig geplant – ihre tatsächliche Umsetzung ist bisher noch unklar. Die USA sind nicht das einzige Land, das Maßnahmen gegen das Bienensterben ergreifen muss. Die Tiere sind nicht nur für die Wirtschaft wichtig: 35 % unserer NahrungsmittelU.a. Gemüse, Früchte, Nüsse, Gewürze und Pflanzenöle. sind von der Bienenbestäubung abhängig.

Auch in Deutschland ist CCD ein Problem. Jeder kann dazu beitragen, dass es den wichtigen Insekten besser geht.

Bienenschutz für zu Hause: 2 Tipps

1. Kaufe Obst und Gemüse aus ökologischer Landwirtschaft

Bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln werden weniger Pestizide verwendet als im konventionellen Landbau. Das hilft nicht nur den Bienen, sondern auch Dir, da Du weniger belastete Nahrungsmittel einkaufst. Im eigenen Garten solltest Du keine Insekten- oder Unkrautvernichtungsmittel benutzen,
da sie den Bestäubern schaden.

2. Bienenfreundliche Balkon- und Gartenbepflanzung

Es ist nicht schwer, Deinen eigenen Garten bienenfreundlich zu gestalten.

  • Wildblumenwiese anlegen
    Du kannst in einer abgetrennten Ecke eine Wildblumenwiese anlegen und darauf achten, dass auf Deinem Rasen nicht nur Gras, sondern auch Klee und Gänseblümchen wachsen – diese Pflanzen bieten Wildbienen Nahrung.
  • Obstbäume pflanzen
    Obstbäume liefern besonders viel Nektar.
  • Kräuter pflanzen
    Wenn Du Bienen einen besonderen Gefallen tun willst, pflanze Kräuter wie Oregano oder Lavendel auf Deinem Balkon – sie produzieren viel Nektar.
  • Sommerblüher pflanzen
    Achte darauf, dass Du nicht nur Pflanzen hast, die im Frühling blühen
    – auch im Sommer suchen Bienen noch nach Nahrung.
  • Forsythien und Geranien meiden
    Außerdem gibt es einige Pflanzen, auf die Du verzichten solltest: Dazu gehören Forsythien und Geranien, die weder Pollen noch Nektar bilden. Eine App der BundesregierungWeitere Positive News zum Thema:
    Artikel zur App der Bundesregierung
    hilft Dir dabei, bienenfreundliche Pflanzen zu erkennen.

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