Elefantenkalb in Botswana
Flickr Gunther Wegner

Elefanten in 10 Jahren ausgestorben?
Neuer Fonds unterstützt Wildhüter um dies zu verhindern

28.10.2014
Quellen:
NABU
ZDF-Doku
1.004 Nashörner + bis zu 40.000 Elefanten + 40 Ranger
wurden 2013 von Wilderern in Afrika getötet. Um den Schutz
für Tiere und Menschen zu verbessern, will der NABU Rangern helfen.


Elfenbein als Statussymbol, Nashorn-Horn als vermeintliches Allheilmittel: Die Wilderei ZDF-Doku mit Hannes Jaenicke in Afrika nimmt weiter zu. Vor 40 Jahren lebten in KeniaWeitere Positive News zum Thema:
Artenschutz-Spürhunde decken auf,
Signal gegen Handel mit Elfenbein,
Familie Spitzmaulnashorn wächst
noch ca. 167.000 Elefanten, heute sind es nur noch rund 30.000, d.h. innerhalb von 40 Jahren ist die Anzahl um ca. 80 % gesunken.

Die Arbeit der afrikanischen Wildhüter – der sogenannten Ranger – wird zunehmend wichtiger, um das Überleben der Elefanten zu sichern. Ein schwerer Job: Wilderer sind oft militärisch bewaffnet und damit besser ausgerüstet als die Wildhüter. Außerdem ist das Gehalt Artikel im Spiegel der Ranger niedrig und wird unregelmäßig gezahlt. Sozialleistungen gibt es in Afrika nicht:
Wird ein Ranger bei der Arbeit getötet oder verletzt, fehlt seiner Familie der Hauptverdiener.

Damit der Wildhüter-Beruf attraktiver und sicherer wird, will der NABU sie unterstützen.

Unterwegs in Südafrika

Der Ranger-Fonds hilft: Schulbesuch für Kinder &
bessere Ausrüstung der Wildhüter

Der NABU schreitet ein, wenn ein Wildhüter getötet wird und eine Familie ohne Hauptverdiener zurücklässt: In Kenia wird den Kindern z.B. der Besuch von weiterführenden Schulen und Universitäten bezahlt.

Ein weiterer Teil des Geldes fließt in eine bessere Ausbildung der Ranger, eine höherwertige Ausrüstung und die Unterstützung durch Fährtenhunde.

Vor allem die Ausbildung von Fährtenhunden gilt als erfolgversprechend:
Mit ihrer Hilfe sollen Wilderer schneller verfolgt und festgenommen werden können.

Das zunächst nur auf Äthiopien beschränkte Projekt konnte 2014 Mitteilung des NABU auch auf Kenia erweitert werden.

Wilderei auf Elefanten und Nashörner nimmt zu

Wilderer sind häufig in Gruppen organisiert. Artikel vom WWF über Nashornwilderei Viele der Mitglieder haben eine militärische Ausbildung.

Seit 2008 steigt die Anzahl gewilderter Tiere stark:

  • 1990 – 2007 wurden jährlich ca. 14 Nashörner gewildert
  • 2008 wurden 83 Nashörner gewildert
  • 2013 wurden 1.004 Nashörner gewildert – ein Negativ-Rekord

Wegen ihres Elfenbeins werden Elefanten noch stärker gejagt: 2013 wurden schätzungsweise 20.000 – 22.000 Schätzung des NABU Tiere getötet – das ZDF geht sogar von 40.000 TierenLaut Schätzungen von Interpol werden nur ca. 10 % des gewilderten Elfenbeins gefunden. 2013 wurden 42 Tonnen (t) Elfenbein gefunden – das entspricht dem Elfenbein von ca. 4.000 toten Elefanten. aus.

Der Gesamtbestand der Tiere in ganz Afrika wurde 2011 vom WWF auf 420.000 – 660.000 Exemplare geschätzt. D.h. wenn die Wilderei konstant bleibt, sind Elefanten in ca. 10 – 30 Jahren ausgestorben.

Nashorn-Horn und Elfenbein sind begehrte Waren

Die größten Abnehmerländer für Nashorn-Horn und Elfenbein sind Vietnam und China. Nashorn-Horn wird in Vietnam zu einem Preis von bis zu 25.000 $ (ca. 18.630 €) pro kg gehandelt. In China ist Elfenbein ein Statussymbol und kostet – zu Schmuck und Dekorationsartikeln verarbeitet – ca. 10.000 $ (Schätzung des ZDF, ca. 7.623 €) pro kg.

Im Jahr 2013 konnten afrikanische Ranger über 340 WildererInfografik des WWF in Südafrika verhaften.

Doch die Jagd auf Elfenbein und Nashorn-Horn boomt weiter. Daher ist es wichtig, mehr und besser ausgerüstete Ranger einzustellen.

Aktiv werden …

  • Für den Ranger-Fonds spenden
  • NABU-Website zur Aktion „Ranger-Fonds“ lesen
  • ZDF-Doku mit Hannes Jaenicke zur Wilderei von Elefanten schauen

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