Ehemaliger Straßenhund als Therapeut im Senioren-Pflegeheim.
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz

Tausende Hunde sterben ... Mitten in Europa ...
Warum?

26.02.2015
Quellen:
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Animals United
In Rumänien sterben jedes Jahr Tausende Streuner. Private Initiativen wollen helfen: Sie bauen Tierheime, vermitteln die Streuner als Haustiere und bilden sie zu Therapiehunden aus ...

Rumänien hat ein „Hundeproblem“: Im ganzen Land gibt es geschätzt ca. 6 Millionen Streuner auf den Straßen – allein in den Straßen der Hauptstadt Bukarest leben womöglich bis zu 65.000 Artikel in der FAZherrenlose Tiere.

„Hunde-Entsorgung“ in Rumänien:
Tierschützer protestieren

Um die „Plage“ einzudämmen, werden die Straßen-Hunde von der rumänischen Tierschutzbehörde ASPA (Autoritatea pentru Supravegherea și Protecția Animalelor, deutsch: Behörde für die Überwachung und den Schutz der Tiere) eingefangen und in sogenannte Shelters (deutsch: Unterschlüpfe) gebracht – dort werden die Hunde in Gehegen gehalten und mangelhaft versorgt.

Früher wurden die Tiere nach kurzer Zeit vergast, erschossen oder eingeschläfert. Seit Juni 2014Informationen von Animals United  ist das aktive Töten der Hunde gesetzlich verboten. Seitdem müssen sie auf anderem Weg „entsorgt“ werden: Sie verhungern, verdursten oder sterben an unbehandelten Krankheiten – eine Kastration ist zu teuer.

Tierschützer berichten seit mehreren Jahren über die Problematik. Viele private Initiativen bemühen sich rumänische Straßen-Hunde zu vermitteln und ihnen so ein besseres Leben zu ermöglichen.

Straßen-Hunde werden zu Therapeuten:

Mehr Selbstvertrauen für Kinder und Jugendliche

Der Verein VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz hat ein besonderes Konzept zur Rettung der Hunde entwickelt: Im Rahmen des Projekts „Dogs for People“ werden streunende Hunde seit 2004 zu Rettungs-, Begleit- und Therapie-Hunden ausgebildet.

Auch in Deutschland möglich: Therapiehund im Kindergarten

Aktuell arbeitet das Projekt mit 4 ausgebildeten Therapie-Hunden und 2 Psychologinnen im Großraum Bukarest.

Kinder und Jugendliche, die an einer Therapie mit Hund teilnehmen, werden 2-mal pro Woche für eine Stunde vom Therapie-Hund und seinem Hundeführer unter Aufsicht der Betreuer besucht.

Laut VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz führen diese Treffen zu deutlichen Fortschritten im Verhalten der Kinder und Jugendlichen: Die „Hunde-Therapie“ gebe ihnen mehr Selbstvertrauen und verbessere ihre Konzentration.

Seit 2014 auch Hunde-Besuche im Seniorenheim:

Anerkennung von Straßen-Hunden erhöhen


Seit Dezember 2014 besuchen die Therapie-Hunde auch Senioren-Pflegeheime. Mitteilung von VIER PFOTEN – Stiftung für TierschutzEin Hund betreut mehr als 120 Senioren. Das Ergebnis: Sie werden selbstbewusster und aktiver. Bisher nehmen 2 Seniorenheime am Projekt teil.

Ehemaliger Straßenhund macht Seniorin so glücklich.

„Dogs for People“ soll die öffentliche Meinung über Straßen-Hunde in Rumänien verbessern. Die Bevölkerung soll sehen, dass streunende Tiere Menschen helfen können.

3 Lösungen für Streuner:

Hundevermittlung & neue Tierheime


Neben der Ausbildung von Therapiehunden, nutzen Tierschutzorganisationen 3 weitere Maßnahmen um das Streuner-Problem zu verbessern:

  1. Kastration
    Kastrationen sind notwendig um das Hundeproblem langfristig und tiergerecht einzudämmen. Einige Tierschutzorganisationen führen in Rumänien regelmäßig Kastrationen durch, um die unkontrollierte Vermehrung der Tiere einzudämmen. Beteiligte Organisationen sind u.a. TASSO e.V. und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
  2. Vermittlung an neue Besitzer
    Die Direktvermittlung von ehemaligen rumänischen Straßen-Hunden an neue Besitzer ist z.B. bei Ein Herz für Streuner e.V. und Fellchen in Not e.V. möglich.
  3. Bau eigener Tierheime
    Eine 3. Möglichkeit um den Tieren einen Hungertod zu ersparen ist der Bau von Tierheimen vor Ort. Tierschutzorganisationen sorgen auf diese Weise für eine tiergerechte Haltung. Ein Beispiel für ein privates, rumänisches  Tierheim ist das Casa Cainelui.

Ein neues und liebevolles Zuhause

Protestaktion mit prominenter Unterstützung:

Peter Maffay setzt sich für Hunde ein


Mit prominenter Unterstützung fordert die Tierschutzorganisation Animals United, dass die EU Haustiere in das Tierschutzgesetz mit aufnimmt.

Peter Maffay setzt sich gegen das Töten der Hunde in Rumänien ein. Sein Motto: Stop killling my friends! (deutsch: Hört auf meine Freunde zu töten) Kastration und Adoption statt Exekution – stoppt das rumänische Hundemassaker!

Peter Maffay setzt sich für Hunde in Rumänien ein

Auch Sandy P.Peng – österreichische Tierrechtsaktivistin  und Tattoomodel – engagierte sich in Bukarest im Rahmen des „Project Romania“ für Animals United.

Sie plädiert für die Kastration der Streuner um die Population einzugrenzen. Die Tötungsaktionen verzeichneten bislang keinen Rückgang.

Abendessen! Sandy P.Peng auf Mission für die Hunde in Bukarest.

Sie lobt die Pionierarbeit von Tierschutzorganisationen, Initiativen und Privatpersonen – trotz persönlicher Gefahren bewiesen diese immer wieder, dass Tierheime und gezielte Kastration der einzig sinnvolle Weg seien.

Am 12. Dezember 2014 startete Animals United eine internationale Protestaktion vor dem Europaparlament in Brüssel: 300 Leute protestierten vor Ort gegen das Töten von Hunden in Rumänien. Die Forderung: Eine europaweite Regelung des Umgangs mit streunenden Hunden.

Aktiv werden …

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geschrieben von judith average rating 3.3/5 - 12 Besucherbewertungen

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