Demo: Missstände im Zirkus.

Für Dein Herzensthema einsetzen:
Kreative Protestformen mit großen Effekten

13.07.2015
Gegen das Freihandelsabkommen TTIP demonstrieren Zehntausende.
Demos können aber auch langweilig sein – zu wenig Teilnehmer,
keine Plakate, keine Stimmung. Wir zeigen kreative Alternativen ...


Kurzfassung

  • Kreative Proteste erzielen mehr Aufmerksamkeit
  • So einfach meldest Du Deine eigene Demonstration an
  • 10 Beispiele für kreative Demos

Plakate, Trillerpfeifen, stummes Laufen – so sehen Demonstrationen meist aus. Doch es gibt auch andere, kreativere Möglichkeiten.

Bielefeld Pelzfrei Bündnis
– mit wenig Teilnehmern große Wirkung

Aktion in Bielefelds Innenstadt um den Verkauf von Echt-Pelz zu stoppen.

Das Bündnis Bielefeld Pelzfrei demonstriert z.B. indem es sich in der Bielefelder Innenstadt vor Geschäfte stellt, in denen Kleidung mit Echt-Pelz verkauft wird. Mit Info-Stand und roten Karten, die unterschrieben und an die Unternehmen übergeben werden, wird auf Pelz und die Probleme in der Herstellung aufmerksam gemacht.

Neonazis erlaufen Spenden
für ein Neonazi-Aussteigerprogramm

Bei ausreichender Planung und Unterstützung können auch Demonstrationen der Gegenseite vereinnahmt werden. Bei einem Trauermarsch von Neonazis in Wunsiedel wurden für jeden gelaufenen Meter 10 Euro an EXIT-Deutschland, ein Aussteigerprogramm für Neonazis, gespendet. Das Bündnis „Rechts gegen Rechts“ hatte dafür Spenden gesammelt.

Warum nicht das Schlechte zu Guten nutzen.

Flashmob, unsichtbares Theater,
menschliche Banner …

Es gibt verschiedene andere Möglichkeiten für kreative Demonstrationen und Protestformen. Hier nur einige Beispiele:

Der Flashmob – gegen TTIP!

  • Flashmob: Inzwischen schon relativ bekannt und verbreitet als alternative Aktionsform. Dabei verabredest Du dich im Vorhinein (meist über soziale Netzwerke) zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort zu einer Aktion. Dann wird z.B. getanzt oder es gibt eine große Kissenschlacht.

Ein Theater, das auf die Lage der Hebammen aufmerksam gemacht hat.

  • Unsichtbares Theater: Die Steigerung des Flashmobs. Zu mehreren wird im öffentlichen Raum ein „Theaterstück“ inszeniert, das nicht als solches erkannt wird. Du kannst z.B. am Kühlregal eines Supermarktes eine Diskussion über Bio-Fleisch anzetteln.

Steak gefällig? Anti-Fleisch-Aktion satirisch dargestellt.

  • Falsche Demonstration: Es wird eine Demonstration vermeintlich gegen das eigene Ziel veranstaltet. Diese ist aber so deutlich überzogen, dass sie offensichtlich ironisch ist, z.B. in Business-Kleidung für niedrigere Löhne und höhere Gewinne demonstrieren.

Aufsehen erregen! Warum nicht einfach mal klatschen.

  • Applaus-Störfeuer: Bei einer Veranstaltung, bei der die Gegenmeinung vertreten wird, wird bei einer Rede nach jedem Wort gejubelt. Das sorgt mindestens für große Verwirrung, ob Du wirklich einfach nur begeistert bist oder stören willst.

So einfach meldest Du Deine eigene Demonstration an

Wenn Du eine Demonstration anmelden willst, sind einige Dinge zu beachten:

  • 1. Anmelden: 
    Anmelden kannst Du Demonstrationen bei der zuständigen Versammlungsbehörde. Das ist in der Regel die örtliche Polizeibehörde oder das Ordnungsamt. Suche dazu einfach im Internet: Deine Stadt (z.B. Münster) + Versammlung + Anmeldung
  • 2. Angaben:
    Was Du bei einer Anmeldung angeben musst, ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Am besten Du hältst dich einfach an die Vorgaben. Gibt es keine Vorgaben, solltest Du mindestens angeben: Ort, Datum, Beginn und voraussichtliches Ende, Thema, Veranstalter (Name, Anschrift, Telefonnummer), Versammlungsleiter (im Normalfall auch Veranstalter), Wegstrecke, geschätzte Teilnehmerzahl, Einsatz und Anzahl von Ordnern.
  • Achtung:
    In Bannmeilen rund um Gesetzgebungsorgane des Bundes und der Länder (also z.B. Parlamente) sind Demonstrationen meist verboten.
  • Unser Tipp:
    der Leitfaden der SPD (PDF)

Du weißt von kreativen Demonstrationen?
Informiere uns!

Findet bald eine Demonstration statt, die kreativ ist? Organisierst Du sie vielleicht sogar? Dann schreib’ uns an wir@die-reale-welt.de.

Lobbycontrol protestiert gegen Parteispenden und Lobbyismus.

Anti-Pelz- und Leder-Aktionen, die Aufsehen erregten.

Haben kreative Protestformen einen größeren Effekt?

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geschrieben von kristina average rating 3/5 - 1 Besucherbewertungen

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