Kegelrobben-Baby passt sein Jagdverhalten an :)

Offshore-Windparks als Jagdrevier:
Neue Studie zum Verhalten von Robben & Seehunden

30.04.2015
Quelle:
Current Biology
Robben und Seehunde entdecken Windparks für sich:
Eine schottische Studie zeigt, dass sie zur Futtersuche
gezielt Offshore-Windanlagen in der Nordsee besuchen ...


Häufig kritisieren Umweltschützer NABU-Übersicht zum Kampf gegen Bau von Windparksden Bau von Offshore-WindparksEs wird unterschieden zwischen Offshore-, Onshore- und Nearshore-Windparks. Offshore-Parks liegen im Wasser, Onshore-Parks an Land und Nearshore-Parks in Küstennähe. Aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten, die auf See herrschen, liefern Offshore-Standorte i.d.R. die höchsten Energieerträge.: Durch den Baulärm werden Meeressäuger und Vögel vertrieben. Besonders davon betroffen sind in Nord- und Ostsee SchweinswaleDie einzige Walart, die an der deutschen Küste vorkommt. sowie Pracht- und Sterntaucher. Pracht- und Sterntaucher gehören zu den Vogelarten, die an der Ost- und Nordsee überwintern.

Von diesen Arten ist bekannt, dass sie Windparks als Lebens- und Fortpflanzungsgebiet meiden. Es geht jedoch auch anders: Robben und Seehunde gehören zu den Tierarten, die von den Windparks profitieren – sie haben sie als beliebtes Jagdgebiet entdeckt.

Seehunde entdecken Windparks als Jagdgebiet.

Kegelrobben und Seehunde passen ihr Jagdverhalten
an die Windparks an

Der genaue Grund, warum die Kegelrobben und Seehunde zur Jagd gezielt Windparks ansteuern, ist bisher unbekannt. Es wird vermutet, dass sie dort mehr Fische erbeuten können als in anderen Gegenden. In Offshore-Windparks ist der Fischfang verboten. Pressemitteilung eines Informationsportals über Offshore-WindenergieDie umstrittenen Anlagen werden dadurch zum Rückzugsgebiet für Fische und BenthosDas ist die Gesamtheit aller in der Bodenzone eines Gewässers vorkommenden Lebewesen. Dazu gehören z.B. Rotalgen, Krustentiere, Muscheln und Fadenwürmer.. So kann sich der häufig überfischte Tierbestand Nach Angaben des NABU sind 88 % der Fischbestände in europäischen Gewässern überfischt. in der Nähe der Windparks erholen.

Auch wenn die neuen Erkenntnisse einen positiven Trend zeigen: Nur ein kleiner Teil der von Forschern beobachteten Robben jagt gezielt in Windparks – die meisten bleiben ihnen noch fern. Daher ist der Bau weiterer Anlagen kritisch zu sehen.

Offshore-Windparks:
Neue Lebensräume für Hummer,
Fische, Korallen & Co?

Mit dem geplanten Ausbau der Offshore-Windparks stellt sich die Frage, welche Auswirkungen die neuen Lebensräume auf die Tierwelt im Meer haben.

Eine AnalysePressemitteilung des BSH  des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) aus dem Jahr 2013 bestätigt, dass die Artenvielfalt im Windpark „alpha ventus“ nahe Borkum hoch ist: Der Park bildet ein künstliches Riff, in dem sich u.a. Seesterne, Seelilien, Seeanemonen, Muscheln und verschiedene Fischarten (z.B. Makrele und Seebull) ansiedeln.

Ein Offshore-Windpark in Egmond an der Nordsee.

In einigen Windparks laufen gezielt Projekte zur Verbesserung der Artenvielfalt: Forscher vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) Pressemitteilung vom AWIin Bremerhaven wollen den Europäischen HummerSeit den 1960er Jahren ist die Art selten geworden. Europäische Hummer leiden u.a. unter dem Klimawandel: Fällt ihre Umgebungstemperatur unter 5 °C, fressen sie nicht mehr. Liegt sie über 22 °C sterben die Tiere. Wenn ein Hummer auf Deinem Teller landet, handelt es sich meist um den verwandten Amerikanischen Hummer. im Offshore-Windpark „Riffgat“, ebenfalls nahe Borkum, ansiedeln. Die deutschen Bestände des Hummers haben sich seit ihrem Bestandseinbruch nach dem 2. Weltkrieg nicht erholt.

Aus den bisherigen Forschungs-Ergebnissen wollen Wissenschaftler ableiten, wie Offshore-Windparks in Zukunft zugunsten der Meeres-Bewohner verbessert werden können. Für Vögel gibt es bereits gute Nachrichten: Durch die Beleuchtung der Windparks kommt es nur selten zu Zusammenstößen.

Aktiv werden …

  • Spiegel-Artikel zu Robben und Offshore-Windparks lesen
  • Website von Deutschlands erstem Offshore-Windpark „alpha ventus“ besuchen

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